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Australien 2004 - Woche 2/2

Frankfurt-Adelaide

Claire-Birdsville

Birdsville-Mt. Isa

Mt. Isa-Longreach

Longreach-Quilpie

Quilpie - Cunnamulla

Cunnamulla-Menindee

Menindee-Mildura

Mildura - Adelaide

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Dienstag 21.9. Birdsville - Bedourie - 193 km   Die Eyre Developmental Road geht geradeaus nach Norden, und obwohl sie Strasse genannt wird sind die Bedingungen ähnlich wie auf dem Birdsville Track. Es ist eine steinige, holperige Strasse, und sehr einsam, den ganzen Tag begegnen uns etwa 3 bis 4 Autos. Es gibt ein paar kurze asphaltierte Abschnitte, der längste kurz vor Bedourie. Die Landschaft wechselt von steinigen Ebenen zu Buschland und gelegentlich gibt es ein paar Sanddünen.

Waddi trees nördlich von Birdsville

8km nördlich von Birdsville steht ein Gruppe Waddi Bäume (Acacia Peuce), eine von nur drei bekannten Standorten weltweit. Diese seltenen und langsam wachsenden Bäume sind hier ziemlich gross, es lohnt sich sie anzuschauen. Es wird geschätzt, dass diese Bäume hier mehr als 500 Jahre alt sind.

steinige Ebenen

Zum Mittagessen halten wir beim Cuttaburra crossing, hier überquert die Strasse den Eyre Creek. Es gibt ein paar Wasserstellen im Flussbett, und eine Herde Rinder wandert umher. Es ist immer wieder überraschend wie sich die Landschaft verändert wenn Wasser da ist. Sogar entlang trockener Flussbetten gibt es immer kleine Bäume und Büsche. Wir befinden uns hier mitten im Channel Country, einem grossen System von gewöhnlich trockenen Flüssen, Bächen und Kanälen die zum riesigen Einzugsgebiet des Lake Eyre in Südaustralien gehören. Nach heftigen Sommerregen im Nordwesten Queenslands füllen sich die Wasserläufe mit Wasser. Erreicht das Wasser Lake Eyre, füllt sich der meist trockene See. Es passiert nur ein paar mal in jedem Jahrhundert, dass der Lake Eyre komplett voll ist.

Cuttaburra Crossing, Lake Eyre, Queenland

Als wir uns Bedourie nähern gibt es immer mehr Sandhügel, die Ausläufer der Simpson Desert sind. Bedourie hat ungefähr 120 Einwohner und ist der Hauptort im riesigen Diamantina Shire, einer Gegend die als gutes Rinderzuchtgebiet bekannt ist. Es ist schwer vorstellbar, dass eine Gegend die zweimal so gross wie Dänemark ist, nur zwei kleine Orte hat, Birdsville & Bedourie.

The Simpson Desert Oasis, Bedourie

vor unserer cabin, Bedourie

Bedourie liegt über einem unterirdischen Wasserreservoir mit guter Wasserqualität. Der Ort hat einen Schwimmbadkomplex mit Schwimmbecken und einem Becken mit heissem Quellwasser. Wir verbringen die Nacht in einer cabin im Simpson Desert Oasis Motel & Caravan Park. Es ist sehr heiss, dennoch laufen wir ein wenig herum und fahren zu den Sandhügeln ausserhalb der Stadt. Am Abend beobachten wir die Geckos auf der Veranda.

Sandhügel bei Bedourie

Wednesday 22.9. Bedouri - Boulia 194 km   Heute fahren wir auf der Diamantina Developmental Road geradezu weiter nach Norden. Die asphaltierten Abschnitte werden häufiger, ich schätze, in einigen Jahren wird die gesamte Strecke asphaltiert sein. Die befestigten Abschnitte sind nur einspurig, das heisst wenn einem ein Auto entgegenkommt muss man den Asphalt teilweise verlassen. Kommt ein LKW entgegen, dann verschwindest du besser so weit wie möglich von der Strasse, um Schäden durch Steinschlag zu vermeiden. Die Landschaft ist in etwa so wie gestern, es lohnt sich das Auto immer mal zu verlassen um die immense Weite zu fühlen, das ist einfach wunderbar.

Windrad Bedourie-Boulia Strasse

Rinder überqueren die Strasse zwischen Bedourie & Boulia

Boulia, Einwohner 300, der Ort wurde am “Bullo Bullo” Wasserloch des Burke Rivers gegründet. Es ist die Hauptstadt des Channel Country. Die Stadt is bekannt für ihre Verbindung mit dem Min Min light, einem merkwürdigen, geisterhaften Licht das auftaucht, in der Luft schwebt, verschwindet, und wieder auftaucht, unheimlich, als hätte es einen eigenen Willen. Besucht Boulia und findet heraus, ob ihr das Geheimnis des mysteriösen Min Min Lichtes lösen könnt. Aber Vorsicht - die Legende sagt, das diejenigen die das Licht jagen und einfangen, nie mehr zurückkehren um die Geschichte zu erzählen.

Hauptstrasse, Boulia

Ich bin immer wieder beeindruckt wenn ich die breiten Strassen in Australiens Städten auf dem Land sehe. Hier gibt es keine Parkplatz- probleme. Das ist etwas wovon du in Deutschland nur träumen kannst.

ein grossen Windrad am Ende von Boulias Hauptstrasse

Thursday 23.9. Boulia - Mt. Isa 329 km   Wieder fahren wir auf der Diamantina Developmental Road deren touristischer Name hier Min Min Way ist. Die Strasse ist auf der ganzen Strecke nach Mt. Isa asphaltiert. Die Landschaft verändert sich etwas, wir verlassen nun das Channel Country. Kleine Hügel mit felsigen Spitzen werden häufiger, das gelbe Gras zwischen den Hügeln ist übersät mit kleinen roten Ameisenhügeln.

Zum Mittagessen halten wir in Dajarra, einem kleinen Ort der einst die weltweit grösste Rinder- verladestation war. Grosse Rinderherden wurden vom Northern Territory nach Dajarra getrieben,hier in Züge verladen und zu den Märkten im Osten transportiert. Heute ist es ein verschlafenes Outbacknest, aber mit einer reichen Aboriginal- geschichte. Nur die renovierte Eisenbahnstation erinnert noch an die geschäftigen Tage.

Eisenbahnstation, Dajarra

Mittagspause im Schatten eines grossen Baumes, Dajarra

weisse Kakadus, Dajarra

”rostige” Hügel auf dem Weg nach Mt. Isa

Mount Isa, Einwohner 22.000, ist eine moderne Stadt im Herzen von Queenslands Nordwesten. Die Stadt liegt in den Selwyn Bergen und ist eine Minenstadt. Die umliegenden Berge sind reich an Eisenerz, Kupfer, Blei und Zink. Der Leichhardt river teilt die Stadt, die Stadtmitte ist im Osten und die Minengebiete westlich des Flusses. Es gibt viele Attraktionen für Besucher in und um Mt. Isa.

Mt. Isa ist auch als Rodeo-Hauptstadt bekannt. Das alljährlich Rodeo im August zieht tausende Besucher aus Australien und der ganzen Welt an. Es soll das grösste Rodeo der südlichen Hemisphäre sein. stan Coster schrieb einen Song über das Isa-Rodeo der von Slim Dusty aufgenommen wurde.

Mt. Isa - Minengebiet

Mt. Isa - Stadtgebiet

Wir übernachten auf dem Riverside Tourist Park, der uns nach den rauhen und staubigen Plätzen von denen wir kamen, ein tropisches Gefühl vermittelt. Wir stocken unsere Vorräte auf, Wasser, Lebensmittel und Bier. Am Nachmittag fahren wir zum Aussichtspunkt in der Stadt und machen zahlreiche Fotos. Und wieder einmal geniessen wir die warme Nacht auf der Veranda mit ein paar Bieren.

Mt. Isa - Riverside Tourist Park

Fortsetzung Mt. Isa-Longreach folgt bald

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